Heute habe ich etwas Interessantes zum obigen Thema gelesen:
http://www.wunderweib.de/leben/kinderwunsch-darum-will-ich-kein-baby-a318208.html
Leider kann ich den hier nicht integrieren...
Auf jeden Fall sagt die Interviewte, dass sie sich kein Leben mit Kind vorstellen kann und nennt eben auch diverse Gründe für sich selbst dagegen.
Die Kommentare im Fratzenbuch gingen von "Igitt" bis hin zu "hat die Glück, dass ihre Mutter nicht so gedacht hat!".
Ich selbst las diesen Artikel und muss zugeben, mich stellenweise wiederfinden zu können. Einfach, weil ich ebenfalls hin- und hergerissen bin, ob Ja oder Nein zum Kind.
Mein Partner überlässt es mir. Er ist ja nun auch schon einmalig (!?) Vater und wird 40 Jahre in 2016.
Bis vor Kurzem hätte ich sofort die Pille absetzen können. Ohne Frage!
Nun, wo eben auch die dafürsprechenden Faktoren hinfällig sind, weil es sich anders ergeben hat, zweifel ich wieder... (berufliche Gründe und diverse familiäre Dinge)...
Zum Haareraufen ist das Thema für mich.
Gerade weil ich nur noch diese eine Chance habe, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Der Hintergrund hierfür ist sehr privat und lange her...
Schwierig schwierig...
Liebe Fairytale,
AntwortenLöschenich habe mir den Beitrag vom Wunderweib gelesen.
Ich kann die Dame wirklich gut verstehen, aber ich bin der Meinung, dass vieles was sie beschreibt gar nicht so schlimm ist, wie sie glaubt.
Ja, ein Baby ist manchmal eine Belastung für die Partnerschaft.
Sie hat Recht damit, dass Familien/Mütter mit Kindern in unserer Gesellschaft allein gelassen sind stimmt auch, aber ich mache das nun ja auch schon 7 Jahre mit und ich muss eines feststellen: Es wird besser. Es gibt immer mehr und besserre Betreuungsangebote und die Vereinbarkeit von Familie und Kinder wird somit langsam besser.
Kita-Streiks sind natürlich schon ein ziemlicher Mist, wie Bahn-Post oder sonstige Streiks auch, aber ich halte die Kündigung dieser Dame eher für einen Einzelfall. Ich kenne nicht eine Mutter, die ihren Job verloren hat.
Und dass manche Leute genervt sind von schreinenden Kindern? Hab ich sehr selten erlebt und wenn was interessiert mich, dass andere Leute genervt sind. Mich nervt auch manches und trotzdem muss ich es so nehmen wie es ist. Menschen die sich von Kindern gestört fühlen braucht man eh nicht ernst nehmen. So meine Meinung.
Es gab ganz seltene Fälle, dass mir jemand gesagt hat, dass mein Kind ruhig sein soll, da konnte ich mich entspannt zurücklehnen, weil die Meute auf den Nörgler los ging.
Und nun zum eigentlichen Punkt:
Ja, das Leben verändert sich mit Kind.
Ich aber habe immer gut geschlafen und ja , man redet viel übers Baby, aber ich kenne Menschen die nur über ihren Job reden, weil das eben das Hauptthema ihres aktuellen Lebensabschnittes ist, so what?
Und als Nahrungsquelle weder physisch noch psychisch habe ich mich auch nie gefühlt, obwohl ich gestillt habe. Im Gegenteil, ich fand die Nähe eines solch kleinen Menschen einfach toll und oft gibt mir der Anblick meines Kindes einen inneren Frieden, den ich vorher nie gespürt habe.
Ich habe auch lange so gedacht wie Frau Wunderweib: "Ich will kein Kind"
Bis ich eine Frau traf, die Mitte 50 war. Sie erzählte mir irgendwann mal mit tiefer Traurigkeit in den Augen: "Der größte Fehler in meinem Leben war, dass ich keine Kinder wollte.
Jetzt sitze ich da, mit über 50 und ich frage mich jeden einzelnen Tag, was mein Leben für einen Sinn hat? Ja, mein Mann und ich haben tolle Urlaubsreisen gemacht, wir haben immer viel unternommen, waren ständig unterwegs, aber ganz ehrlich? Was hat mir das gebracht? Ich wünschte ich hätte ein Kind, das mich manchmal besuchen kommt. Ich wünsche mir nichts mehr als das, denn es sind nur ein paar kurze Jahre in denen man manche Reisen nicht machen kann, aber ein Kind hat man sein Leben lang."
Und damals, habe ich für mich entschieden. Mir geht es nicht so, ich werde Kinder haben.
Dass ich jetzt nur ein Kind habe liegt daran, dass ich (zu) lange gewartet habe, aber ich möchte keinen Tag ohne meine Tochter missen. Nicht mal eine Sekunde.
Warum ich das schreibe?
Weil ich dir einfach die "andere" Seite der Medaille erzählen will.
Ein Kind ist nicht nur Aufwand, nicht nur Verzicht und schon gar nicht Selbstaufgabe.
Ein Kind ist eine Bereicherung des eigenen Lebens.
Ich habe noch nie und werde auch nie einen anderen Menschen mehr lieben als meine Tochter und diese Liebe zu empfinden und auch eine solche Liebe zurück zu bekommen, ist einfach wunderschön!
Lady Crooks,
Löschenwie schön dich hier zu lesen ;o)
Also, ich kenne ja nun auch schon die ein oder andere Mutter und kriege daher auch vieles mit. Ich selbst habe einen Quasisohn (den Sohn meines Freundes), der mittlerweile 9 ist. Als ich ihn kennenlernte, war der Lütte gerade 1,5. Ich muss sagen, man wächst mit der Zeit ins Muttersein (und wenns auch nur in der Regel alle 14 Tage ist oder eben länger in den Ferien) rein und das gebe ich auch nicht wieder auf. Wenn er mir morgens eine Milchschnitte neben meine Brotbox legt - so wie jetzt jeden Morgen - so will ich das nie nie nie missen wollen.
Insgesamt ist das ein Thema, bei dem ich an einem gemütlichen Abend bei Wein und Zigaretten, stundenlang drüber sprechen kann. Einfach, weil ich so viele Infos aufnehmen möchte. Pro und Kontra splitten. Aber im Grunde brauche ich mir keinen Stress machen. Den hat mehr oder weniger mein Partner. Mir läuft die Zeit ja nicht weg.
Danke für deine anregenden Blickpunkte. Diese nehme ich mit auf in meine Brainstormliste :o) Sehr gerne sogar.
Bis bald