Mittwoch, 9. September 2015

ein Abschiedsgeschenk...

... und dessen Folgen.

Es ist eigentlich aus einer dummen Situation entstanden. Doch im Urlaub - der nun leider ein jähes Ende fand - las ich meine Tagebücher. Solche aus Papier ;o) Die, die man vorm Internet führte, mit Stift und so. Die, auf die man in heiklen Momenten auch wieder zurückgreift, um Gedanken loszuwerden, welche man nicht immer beurteilt wissen will.
Auf jeden Fall habe ich dann folgendes entschieden:
Meine Tagebücher vom Alter 12 beginnend waren allesamt von einem bestimmten Mann gefüllt. Mein Mister X, der mit der Bank, meine Kindheits-/ Jugendliebe und zu guter letzt mein 4. fester Freund. Ich kopierte ihm alle Seiten, die von der Liebe zu ihm trieften. Und schrieb ihm zu diesen Kopien einen langen gefühlvollen Abschiedsbrief. Einen ehrlich aufrichtigen Abschiedsbrief. Und der Schuss ging voll nach hinten los.
Ich beschloss dies zu tun, damit ich für mich einen Cut deluxe habe, einen Cut, der nicht zu berütteln ist. Einfach, weil ich entschieden habe, mit meinem absoluten Mann, meinem (hoffentlich) letzten Mann eine Ehe schließen möchte und wir eben auch eine kleine Familie gründen. Dazu musste ich für mich Abschied nehmen. Unter anderem aber auch, weil er nicht loslassen kann, der besagte Exfreund, weil er mich noch immer liebt. Ich habe geglaubt durch den Abschied mach ich es auch ihm leichter, einen Cut zu machen und vor allem frei für eine Freundin zu werden.
Nix da...
Das Gegenteil ist eingetreten und damit habe ich nicht gerechnet.
Meine Tagebücher schloss ich ein, warf den Schlüssel in unseren See mit einem Kaffee in der Hand, auf unserer Bank. Ich warf den Schlüssel weg und schrieb ihm gewisse Zeilen des Abschieds. Auf unserer Bank.
Ich hatte für ihn das gleiche gehofft. Und letztendlich brach ich ihm mal wieder das Herz...
Er hat mich einfach nicht verstanden und wird es wohl auch nie. Weil er mir verfallen ist. Dabei gehört mein Herz einem anderen Mann... meinem aboluten Mann, der mittlerweile SEINEN Podiumsplatz eingenommen hat. Was nicht bedeutet, dass damit auch SEIN Herzstück von mir verschwunden ist. Nein, das wird nie passieren, aber ich habe mich entschieden. Vor Jahren schon und daran gibt es nichts mehr zu rütteln.
Abschiede tun weh und dem einen nunmal mehr als dem Anderen und trotzdem bereue ich gerade diesen Abschied nicht. Es ist ja kein "Leb-wohl", es ist eher ein "Wir-werden-uns-wiedersehen"... und das hat er auch missverstanden.
Zurück bleibt sein gebrochenes Herz durch mein Zutun und mein Weg, der von ihm weg führt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen